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Samtweich: Weekly Review #86



Gemacht

Irgendwie ist diese Woche tatsächlich viel passiert, doch so richtig greifbar ist diese nicht.

Angefangen hat sie damit, dass ich am Montag im Homeoffice war, Dienstag in die Schule musste und eigentlich die Tage in der Bibliothek verbrachte. Allerdings stehen momentan die Lernentwicklungsgespräche an, wieso ich den ganzen Vormittag nur rumgehetzt bin um die notwendigen Unterlagen zusammen zu suchen, damit ich die Gespräche mit den Kids führen konnte. Am Abend hatte ich noch ein Bewerbungsgespräch, welches sich als ein Erfolg entpuppt hat. Mittwochs ist immer Lerngruppe, da allerdings auch bei den anderen so viel los ist, ist diese Woche leider zum zweiten Mal der Stammtisch ausgefallen. Deswegen saß ich einfach ziemlich lange in der Bibliothek. Am Donnerstag und Freitag musste ich arbeiten, allerdings sind wir am Abend noch in einer Bar versunken und an waren anschließend feiern. Momentan habe ich ein sehr großes Verlangen nach Tanzen, guter Musik und guter Gesellschaft. Nur leider habe ich mir dafür den wirklich ungünstigsten Zeitpunkt ausgesucht, denn da ich immer am Schreibtisch sitze, und das auch nicht erst ab 13 Uhr, mich sehr konzentrieren muss, muss ich abends leider immer mal wieder pausieren. Am Samstag hatte ich Lerngruppe, bin danach noch in die Bibliothek und war abends bei Freunden zum Essen eingeladen.

Auf dem Blog beschäftigte ich mich die Woche mit den schönsten Handtaschen unter 100€ und stellte euch den Modetrend 2022 - die Westen-Pullover - vor.


Getrauert

Leider erreichte mich die Woche eine schlimme Nachricht. Schon seit einigen Jahren ging es meinem Opa immer schlechter und die letzten Monate baute er immer mehr ab. Die Kraft wich förmlich aus seinen Kochen und die meiste Zeit lang er auf dem Sofa und schlief. Am Dienstag wusste ich bereits, dass er im Sterben liegt und am Mittwoch erhielt ich den furchtbaren Anruf. Ich saß zu diesem Zeitpunkt in der Bibliothek und starrte einfach nur die Wand an. Es fühlte sich unrealistisch an, das fühlt es sich im übrigen immer noch und an den Stoff, den ich eigentlich lernen muss, war nicht mehr zu denken. Zwischen, was soll ich machen und ich kann nicht einfach weiter machen, war ich ziemlich überfordert. Auch wenn ich weiß, dass er zu Hause in Frieden eingeschlafen ist, keine Schmerzen hatte und die Oma bei ihm war, mache ich mir viele Gedanken. Wie geht es der Oma, wie machen wir weiter, was braucht sie wirklich und natürlich auch über meinen Vater, der seinen Vater verloren hat. Ich weiß, dass das Leben endlich ist und das es eines Tages vorbei ist, aber für die die bleiben, ist es immer ein Verlust mit dem wir leben müssen. Doch wie gehen wir damit um und wie können wir helfen? Ich denke, dass die Antwort Zeit ist. Zeit zu schenken, Zeit zu geben und gemeinsam Zeit zu verbringen.


Geärgert

Leider war es damit aber auch noch nicht genug, denn diejenigen von euch, die regelmäßig auf meinem Blog vorbei schauen wissen, dass die Situation in der Wohnung ziemlich prekär ist. Leider komm ich oft nach der Arbeit, nach der Uni und einem vollen Tag nach Hause, und was mich erwartet ist Streit, Stress und eine unedliche Diskussion. Ich habe noch nie verstanden, was Leute daran finden, immer zu streiten, immer seine Shit auf anderen abzuladen und wieso eine normale Diskussion ohne Beleidigung zu einer Seltenheit geworden ist. Es ist also ein fast unzumutbare Zustand und ich komm mal wieder äußerst ungern nach Hause. Wieder eine Situation, die sich allerdings bald wieder ändern wird. Ich wusste bereits im Vorfeld, dass es eine Herausforderung ist mit jemanden anderem zusammen zu leben vor allem, wenn ich diese Person nicht kennen. Unterschiedliche Ansichten und Meinung können kollidieren und aufeinander prallen. Es kann auch mal laut werden und man muss lernen, akzeptieren und tolerieren zu können, doch was hier zum Teil abgeht, kann nicht mit Worten beschrieben werden.


Getragen


Geplant

Heute zum Sonntag werden meine Eltern kommen. Ich freue mich schon, denn zusammen können wir nochmal über den Opa reden, ich kann den Papa in den Arm nehmen und mich um ihn kümmern. Außerdem nehmen sie noch ein paar Möbel und Kisten mit, damit ich die nicht nochmal für 6 Monate durch München schleppen muss. Ansonsten werde ich kommende Woche arbeiten, Lernen und am Wochenende, für eine Nacht, nach Nürnberg fahren, da eine Freundin Geburtstag feiert. Und ihr? Bleibt gesund.