top of page
  • samtweich

Samtweich: Weekly Review #55



Gemacht

Den Schlafsand in den Augenwinkeln, den Laptop unter den Arm geklemmt und mit den Konsequenzen des gestrigen Abends, bin ich heute Morgen schlürfend in Richtung Kaffeemaschine gewandert. Nachdem ich die Hälfte des Kaffeepulvers auf dem Boden verteilt hatte, mich an dem aufgebrühten Wasser verbrannte und im Spiegel auf eine etwas verkaterte Sophie trat, wusste ich, dass dieser Sonntag wohl eher ruhig werden wird.

Den Samstagvormittag habe ich nicht nur damit verbracht, irgendwelche Putzmittel zu shoppen, zu lesen, zu schreiben und einiges abzuarbeiten, sondern auch mir Klaus-Werner einen Ausflug zu machen. Allerdings, so wie es immer kommt, war ich gerade wieder zu Hause angekommen, als mich die Nachricht erreichte, ob ich noch auf eine Schorle vorbei komme. Wenn es nur dabei bleiben würde ... den Rest, könnt ihr euch vermutlich denken. Pünktlich zur Sperrstunde (ich komme mir langsam echt vor, wie mit 14, als Mutti noch Regeln verhängte) kam ich wieder (unterdessen nicht mehr ganz so klar im Kopf) zu Hause an ... und das rächt sich dann heute zum Sonntag (leider ist das immer so). Doch zum Glück gehöre ich zu den Menschen, die den gestrigen Abend schnell der Vergangenheit zuschreiben, noch zum laufen gehen und somit auch etwas produktiv sein können. Da ich unter der Woche mit Uni, Arbeit und dem alltäglichen Kram eingebunden bin, brauche ich die Wocheneden dringen, um alles für den Blog vor- und abzuarbeiten.

Die Zahlen gehen zurück und langsam habe ich das Gefühl, als wenn endlich etwas voran geht. Im Grunde war diese Woche genauso öde, wie die davor und die davor, nur mit schlechterem Wetter.


Geärgert

Als ich am Freitag auf Arbeit war, musste ich mich mal wieder mit der Frage: Möchtest du Kinder, auseinandersetzen. Und nein, ich ärgere mich nicht darüber, dass gefragt wird, sondern wie sie immer fragen und welche Reaktion folgt, wenn ich darauf mit einem nein antworte. WIE, du willst keine Kinder? .. Hat euch schon mal jemand gefragt, ob ihr einen Elefanten wollt und wenn ihr mit einem NEIN antwortet, komplett schockiert reagiert? Also ich kann diese Frage verneinen. Ein Kind zu bekommen ist eine Entscheidung fürs Leben und nicht etwas, was ich mal eben so für mich beschließe. Abgesehen, dass das von vielen Faktoren und Überlegungen, aber auch an Regularien gebunden ist, sind Kinder kein Garant für ein glückliches und erfülltes Leben. Wie viele gescheiterte Familien gibt es? Wie oft zerstreiten sich Geschwister, Eltern und Kindern ... von Erbstreit und Neid einmal ganz abgesehen. Ich hasse es diese Frage zu beantworten, aber noch mehr hasse ich es, dass ich mich dafür immer rechtfertigen muss. Und wisst ihr was das aller schlimmste ist? Das immer genau diese Personen fragen, die mich nicht interessieren, die ich (und die mich) nicht kennen und die absolut 0% mein Leben beeinflussen. Woher nehmen sie das Recht, meine Entscheidung zu kommentieren bzw. überhaupt beeinflussen zu wollen?


Gelesen

Genau zu dieser Thematik, ging auf JosieLoves diese Woche ein sehr lesenswerter Artikel online. Meine Gedanken und Gefühle in einem Blogbeitrag ... absolut neutral, argumentativ wertvoll und objektiv geschrieben.



Getragen


Geplant

Es wird spannend. Nach unendlicher Zeit, fahren wir mal wieder weg. Die Familie einer Freundin hat ein Haus in den Bergen, in welchem wir das kommende Wochenende gemeinsam verbringen werden. Spieleabend, Vino und viel Natur wird unseren Kopf hoffentlich etwas frei machen. Ich freue mich schon sehr darauf, endlich raus zu kommen und bin gespannt, in welchem Zustand ich nächsten Sonntag nach Hause komme. Bleibt gesund.

Comments


bottom of page