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Naturprodukte – drei Rezepte für nachhaltige Kosmetik



Tipps und Tricks für die DIY-Naturkosmetik

Ich weiß gar nicht, wie oft ich es schon erlebt habe, dass ich auf Produkte stoße, die die identischen Inhaltsstoffe haben, aber preislich nicht unterschiedlicher sein könnten. Genau in solchen Situationen frage ich mich, was der Mehrwert ist, in Produkte zu investieren, die dir zwar porenreife Haut suggerieren, doch beim genauen Hinsehen nicht anders aufgestellt sind, als die Produkte aus der Drogerie.

Desweitern stellen wir uns im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Naturkosmetik und Bioprodukten, die ohne künstliche Ingrediens arbeiten auch gleichzeitig die Frage, ob wir nicht sogar das ein oder andere Produkt bereits im Haushalt haben. Ich habe euch drei Rezepte rausgesucht, die selber wirklich ganz einfach hergestellt werden können und somit das ein oder andere Wehwehchen der Haut problemlos wegzaubern. Naturkosmetik, besonders fokussiert werden heilende Kräuter und Pflanzen, die wir unter anderem in unserem hauseigenen Gartenanbau vorrätig haben, gehört schon seit Jahrtausenden zu einem ausgewogen, reichhaltigen, gesunden und glücklichen Lebensstil. Manche der ausgewählten Produkte können in der Drogerie oder Bioladen für ein paar Euro zusätzlich käuflich erworben werden.

 

Heilerde


Naturkosmetik hin oder her, aber sind wir doch mal ganz ehrlich, ein bisschen erinnert es uns schon an magische Wunderheilungen und Hexenzauber. Doch im Grunde ist es ein ganz simples und einfaches Naturprodukt, welches die reinste Form von Pflege wiederspiegelt. Die Gesichtsmasken, angereichert mit Heilerde sind nicht nur reinigend und klärend, sondern vitalisierend und bringen die Haut zu einem biologisch ausgewogenen Gleichgewicht.

Heilerde ist ein natürliches Pulver, was eine Lehmartige Konsistenz aufweist. Vor allem bei Aknen und gröberen Hautunreinheiten wird die Heilerde eingesetzt, da die auf Tonminieralien basierende Erde, die Haut von überflüssiger Talgproduktion, Hautfetten und entzündungsfördernden Bakterien befreit. Heilerde besteht aus besonderen Bindungskräften, welche nach dem Eintrocknen der Lehmschicht mit den gebundenen Verunreinigungen abgewaschen wird.

Zutaten:

- Zwei TL Heilerde (In jeder Drogerie erhältlich)

DIY – so geht´s:

1. Die Heilerde mit ausreichend Wasser in einer kleinen Schüssel verrühren und zu einem Lehmartigen Brei anrühren.

2. Mit einem weichen Pinsel sollte jetzt, auf die grundgereinigte Haut, die Maske aufgetragen werden. Wichtig ist dabei, dass Mund und Augenpartien ausgespart werden.

3. Die Heilerde sollte zwischen 10-20 Minuten einwirken, bis sie eingetrocknet ist und auf der Haut abblättert.

4. Mit einem sanften Schwamm kann die Maske abgewaschen werden. (Besonders effektiv ist es, wenn danach noch eine Feuchtigkeitscreme aufgetragen wird.)


 

Aloe Vera


Es letzte Woche habe ich mich im Baumarkt nicht davon abbringen lassen, eine Aloe Vera für mein Bad mitzunehmen. Nein, nicht nur dass die Pflanze dekorativ ein wunderschönes Element ist, die Aloe Vera ist voll von wichtigen und pflegenden Wirkstoffen. Die Blätter der Aloe Vera enthalten pflegende Substanzen, die bei Verbrennungen (Ofenblech, Sonnenbrand), aber auch Wunden, Verbrühungen und Abschürfungen helfen und die Wundheilung beschleunigen. Das klare Gel, welches in den Innenseiten der Blätter zu entnehmen ist, kann ganz einfach auf die verletzten Stellen aufgetragen werden. Das Aloeresin B stärkt das Immunsystem und bildet ein Schatten und schützenden Film auf der Haut.

Zutaten:

- Ein Blättchen der Aloe Vera

DIY – so geht´s:

1. Nachdem ihr das Blatt von der Pflanze abgetrennt habt, sollte es ungefähr eine Stunde kopfüber in einen Behälter gesteckt werden. Die Flüssigkeit und die wichtigen Inhaltsstoffe können dadurch aufgefangen werden und gehen nicht verloren. Gleichzeitig wird aber auch das flüssige Aloin herausgefiltert, da es nicht mit der Haut in Verbindung gebracht werden darf.

2. Schneide nun das Blatt der Länge nach auf. Das klare Gel muss im Anschluss herausgekratzt werden.

3. Entweder verarbeitest du das Gel an dieser Stelle weiter oder du trägst es gleich auf die Haut auf. Als Tipp, wenn doch etwas des Blattes übrigbleiben sollte, kannst du es auch einfrieren.


 

Glossy Lipps


Naja Corona bedingt müssen unsere Lippen dieses Jahr nicht ganz so viel mit machen und trotzdem steuern wir auf den Winter zu und merken, dass die Kälte von draußen sich auch auf den Lippen breit macht. Viele künstliche Lippenpflegeprodukte enthalten leider auch Substanzen, die auf Dauer nicht unbedingt förderlich für den Körper sind. Deswegen habe ich mir Gedacht, auch dieses Produkt im heutigen Blogpost zu überdenken und zu hinterfragen. Ein einfaches und kostengünstiges Rezept für die eigen Herstellung ist auf Grundlage der natürlichen Pflege durchaus zu überdenken.

Zutaten:


- Ein TL Bienenwachs

- Ein EL Kokusnussöl

- Ein TL Avocadoöl

- OPTIONAL: Eine Vitamin-E-Kapsel

DIY- So geht´s:


1. Nachdem das Bienenwachs im Wasserbad zum Schmelzen gekommen ist, sollte das Avocado- und Kokusnussöl hinzugeführt und unterrührt werden.

2. Im Anschluss sollte die Mischung vom Herd genommen werden und zwischen 5-10 zum Abkühlen auf eine kalte Steinplatte, vor die Haustür oder an einen unbeheizten Ort gestellt werden. An dieser Stelle ist es wichtig, dass die Masse langsam zum Abkühlen kommt und ohne Zufuhr von künstlicher Kälte.

3. Wenn du die Kapsel hinzufügen willst, dann solltest du das in dieser Phase unterrühren.

4. Nachdem die Flüssigkeit in einen oder mehrere Behälter abgefüllt wurde, sollte es zum fest werden und erkalten weiterhin an einem kälteren Ort gelagert werden. Dabei sollten die Dosen oder Gläser weiterhin geöffnet bleiben.

5. Bis zu sechs Monaten ist nun die selbst hergestellte, natürliche und total leckere Lippenpflege haltbar.