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Inside Sophie: The Journal of Living in Qatar #8.



Gemacht

Während die Sonne am Horizont unter geht und das Tageslicht in einen orangenen Sog gezogen wird, schweifen meine Augen von links nach rechts. Die Zeit vergeht viel zu schnell und manchmal ist verrückt, wie wir durch den Tag hetzten.

So langsam habe ich mich eingelebt, ich geniesse das Wetter und die Wärme, den Sonnenuntergang der sich am Meer abzeichnet und die Spaziergänge am Yachthafen. An manche Dinge werde ich mich wohl nie gewöhnen und je öfter ich den Kontakt nach Hause habe, desto öfter vermisse ich die kleinen Gewohnheiten, die ich hier nicht mehr habe. Dennoch vergleiche ich selten, denn realistischerweise wäre das eher kontraproduktiv.

Die Arbeit ist anstrengen und an manchen Tage komme ich mit einem Schädel nach Hause, der fast zerplatzt. Am Montag hatte ich ein Treffen im Hilton-Hotel, welches gleich gegenüber meiner Wohnung ist. Manche Lokale bieten Getränke und Speisen als Paket an, welches sich besonders gut für ein kleines Get-together eignet. Verschiedene Unternehmen organisieren für berufstätige Frauen, die ein Business haben oder führen wollen, Meetings und Veranstaltungen. Ich besuche in regelmäßigen Abständen solche Treffen, denn ich bin der Meinung, dass du in der heutigen Gesellschaft nur dann erfolgreich bist, wenn du die richtigen Leute und Personen kennest, die dir in deinem Business unter die Arme greifen können. Da ich nebenbei immer noch an den Entwürfen arbeite, und auf der Suche nach Produzenten bin, ist es essential auch im echten Leben diese Kontakt zu haben.

Am Mittwoch organisierten wir ein kleines BBQ bei mir zu Hause. Zwischen einem Gasherd, der fast den kompletten Poolbereich abfackelte, alkoholfreien Getränken und gutem Essen, versuchten wir den stressigen Alltag hinter uns zu lassen.

Am Donnerstag war ich tatsächlich so erschöpft, dass ich nicht mal die Kraft hatte, den Tag zu reflektieren. Die Woche war sehr anstrengend, da wir auch schulisch viele Termine hatten. Der 3. Oktober, ein gemeinsames Frühstück mit den Kindern, den Geburtstag von einer Arbeitskollegin und sowieso renne ich in dieser Schule ständig irgendwem wegen irgendetwas hinterher. Ich verkroch mich am Donnerstag in meinem Bett und schaute mir mal wieder einen viel zu schlechten Film an. Am Freitag arbeitete ich für Samtweich und entspannte meinen Rücken am Pool. Später am Nachmittag traf ich eine Freundin in der Nationalbibliothek von Katar. Ich ließ mir meinen Ausweis erstellen und verließ mit Tintentot, welches ich am Samstag genüsslich in meinem Bett zum lesen anfing, eine unfassbar magischen Ort. Auf dem Rückweg gingen wir ein bisschen verloren. Upsiii ...

Am Samstagnachmittag besuchte ich eine Kamelfarm und schlenderte durch ein Museum - oh ja, es war großartig.

Auf dem Blog zeigte ich euch diese Woche, was wir im Herbst tragen und schrieb über ein paar Beauty-Tricks um mehr Volumen in die Haaren zu bekommen. Schon gesehen?


Gedacht

Nachdem ich am Freitag nach den aktuellen Trends und Fashionpieces suchte, stellte ich fest, dass es schon länger her ist, dass ich eine Kolumne verfasst habe. Deswegen habe ich diese Kategorie wieder aufgenommen und über zwei spannende Themen geschrieben. Ich möchte wieder ein bisschen Abwechslung etablieren und auch kritisch diskutieren. Was meint ihr?


Genervt

Jeder der mich kennt, meinen Blog liest und auch die immer wieder einen Einblick in mein Leben hat weiß, dass ich es wirklich nicht packe, stundenlang auf Menschen zu warten. Leider bin ich immer viel zu früh (ich weiß, mein Problem), aber pünktlich zu sein ist eine Sache von Respekt und Organisation. Ähnlich wie in Mexiko erlebe ich aber auch hier, dass die Menschen dies anders sehen und ich täglich auf irgendwas warten muss. Und so war es auch diese Woche - vielleicht versuche ich ab jetzt auch immer 20 min zu spät zu kommen, denn dann bin ich noch immer pünktlicher als 90 % der Verabredungen.


Geschockt

Natürlich gibt es auch diese Woche wieder einen kleinen Einblick in die Realität von Doha. Abgesehen davon, dass dieses Land absolut keine Geschichte und Kultur hat, weil es erst 40 Jahre alt ist und alles aus der Welt kopiert, bin ich dieses Woche in einer Bibliothek gelandet, die moderner nicht sein könnte. Menschen arbeiten nur an zwei bis drei Schaltern, alles andere ist elektronisch organisiert. Riesige Maschinen transportieren die Bücher von A nach B, Recherchen werden selbstständig an einem der 1000 iPads organisiert und Bücher füllen die Regale, die noch nie gelesen wurden. Die Einbände sind neu, die Exemplare haben keine Gebrauchsspuren und viele Bücher sind gar nicht erhältlich, da sie nicht eingeführt werden dürfen. Die Regeln, welche Literatur importiert werden darf und welche verboten ist, sind hart. Vor allem Bücher, die die Themen: Selbstliebe, Selbstreflexion, Mindset, Umgang mit Emotionen etc. aufgreifen, sind nicht vorhanden. Doch es war so schön, endlich Kultur zu sehen und inmitten von ein bisschen mehr Realität zu sitzen.

Eine zweite Geschichte die ich euch erzählen möchte, hat mich tief ergriffen. Für die Einheimischen ist es verboten, dass sich eine Frau und ein Mann, auf öffentlichen Plätzen, verabredet. Entweder du bist mit deinen Freundinnen oder mit deinen männlichen Kollegen unterwegs. Frauen dürfen nur mit ihrem Ehemann gesehen werden, wieso alles hinter verschlossenen Türen passiert. Viele Erfahrungen die wir in der westlichen Welt machen, sind hier unmöglich. Es ist normaler, dass zwei Männer händchenhaltend an der Corniche spazieren gehen, als das du eine unverheiratete Frau mit einem Mann trifft. Leider ist es deswegen auch so, dass viele Q. sexuelle Erfahrungen mit Männern machen, obwohl sie gar nicht auf das gleiche Geschlecht stehen. Falls dem doch so ist, kannst du in dies so lange ausleben, bist du deine Cousinen heiraten musst, wieso viele Kinder durch Inzest entstehen, was Fehlbildungen und Beeinträchtigungen zur Folge hat. Diese Tatsche ist ein offenes Geheimnis, welches aber hingenommen wird, da die q. Population vergrößert werden soll.


Getragen


Geplant

Morgenabend entspanne ich das erste Mal beim FullMoonYoga und ehrlich, ich freue mich riesig drauf. Montagabend werden wir zur Ladysnight gehen und irgendwann will ich die Woche noch zur Massage. Durch die App, die mir ermöglich immer zwei zum Preis von einem zu bekommen, spare ich bei vielen Anwendungen. Am Dienstag bin ich im TrampoExtrem, einem riesigen Spaßpark und was am Wachende passiert, wir sich wie immer zeigen. Und ihr? Bleibt gesund.

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