• samtweich

Inside Sophie: The Journal of Living in Qatar #11.



Gemacht

Verkürzter Unterricht meint mehr Freizeit und Zeit die Sonne zu genießen. Seit dieser Wochen werden nun wirklich die Tage gezählt und ganz ehrlich ich sehe es noch nicht, dass sie es schaffen, das die WM reibungslos verläuft. Aber nichts desto trotz arbeiten hier alle auf Hochtouren und egal in welche Richtung man schaut, wird gebaut oder irgendwas verräumt. Deswegen haben wir verkürzte Unterrichtszeiten, da auch die Hauptverkehrsstraße nicht mehr befahren werden darf und somit auch noch ein größeres Verkehrschaos herrscht, als das eh schon der Fall ist.

Ich konnte also ab Dienstag deutlich eher die Schule verlassen und hatte dementsprechend mehr Zeit um mich auf Samtweich zu konzentrieren. Außerdem verbrachte ich den Nachmittag am Pool und entspannte ein bisschen auf der Liege.

Zur Ladiesnight am Montag verschlug es uns in den SecretGarden, welcher die schönste Rooftopbar war, welche ich hier besucht habe. Ein Live-DJ und zwei Cocktails später, quatschten wir bis in die Nacht und spazierten gemeinsam zurück nach Hause.

Am Dienstagabend traf ich mich mit einer Freundin zum koreanischen Abendessen und ich habe ein Gericht probiert, welches ich zu Beginn mehr als seltsam empfand, daran aber am Ende doch Appetit gefunden habe. Am Mittwoch hatten wir Karten für die Valentinoausstellung, welche wirklich richtig richtig schön war. Das besondere ist, dass es nicht einfach nur eine Ausstellung ist, sondern zu einer Exhibition zählt, was bedeutet, dass auch andere Sinne angeregt werden. Es war also ein Spaziergang durch die Räume eines Designers und seiner Arbeit. Den Donnerstagabend war ich mit einem Matcha-Latte in Lusail unterwegs, denn am Freitag hatten wir Tickets für Enrique Iglesias. Zuvor waren wir im LaMar-Beach, hatten einen Tisch und chillten am Pool. Ein paar Drinks später, schlurften wir zum Abendessen, welches ich nur bedingt vertrug. Auch das Konzert hat mir persönlich nicht so gut gefallen. Es war mehr als schlecht organisiert und sein Auftritt war eine Playbackshow.

Gestern und auch am Freitag tagsunter arbeitete ich viel, spazierte durch den Albidda-Park und lag mit meinem Buch auf dem Rasen.


Geschaut

Ich dachte ja nicht, dass ich mal in dieses Sog kommen werden, in welchen man von einer Serien gezogen werden kann. Doch da ich letzte Woche leicht krank im Bett verbrachte, entschied ich mich mal wieder seit langem, mit einer Serie zu beginnen. Hier kommt meine Empfehlung:


VIRGIN RIVER

Melinda Monroe will einen Neustart als Krankenschwester und Hebamme in Virgin River wagen. Sie will damit ihre schmerzhaften Erinnerungen an die Vergangenheit ablegen, doch ist das Leben in der Kleinstadt ebenfalls alles andere als leicht.



Geschockt

Natürlich gibt es auch diese Woche wieder eine Inside-Story. Wie ich euch bereits erzählt hatte, dürfen die Q. nirgends hin, wo sie ihren Ausweisen brauchen oder dieser gescannt werden muss. Deswegen haben alle Häuser ein Poolhaus. Dieses Poolhaus ist ein riesiges Kino, mit Sofa und allen Annehmlichkeiten, die die wichtigsten Bedürfnisse abdecken. Da sie auch nicht arbeiten, verbringen sie bis in die frühen Morgenstunden ihre Zeit in diesem Raum, in welchem sie Frauen einladen (Escorts, die hier übrigens verboten sind), Karten spielen und viel zu viel Essen bestellen.


Getragen


Geplant

Auch ich zähle die Tage und so langsam steigt das Reisefieber in mir auf. Ich werde die Woche damit verbringen, mich auf den Urlaub vorzubereiten. Außerdem muss ich unbedingt zum Frisör und werde zur Bibliothek fahren. Und ihr?