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Gedankenkarussel? Eine neue ganz persönliche Kategorie



Es ist Freitagabend und ich sitze mit einer Tasse heißem Tee auf einem luftgepolsterten Armlehnenstuhl und starre in die Dunkelheit - ein kalter Luftstrom durchzuckt mich und ich fange an mich zu fragen, was ich heute noch anstellen werde.

Ein heißes Bad mit Aromatherapie, einem Glas Rotwein und der aktuellen Vogue? Das klingt doch sehr verlockend, allerdings bade ich gar nicht so gerne, da es mir nach 5 min zu heiß und nach 10 min zu kalt ist - also ist die Alternative ein neuer Film - zugegebenermaßen schaue ich diesen aber gar nicht bis zum Ende an oder bin auf den sozialen Plattformen so aktiv, dass ich die Handlug nicht einmal ansatzweise reflektieren kann.

Also schlürfte ich mit dem Laptop unter dem Arm auf mein Sofa und fing an zu schreiben - Gedanken zu reflektieren, Erlebnisse mit euch zu teilen und Erinnerungen aufzuschreiben gehört zu meiner Persönlichkeit wie das Gelato vor dem Pantheon in Rom.


Ich bin Sophie und blogge seit 2014.

Unter fashionssophie habe ich damals mit dem Schreiben begonnen. Es ist für mich ein Hobby und Rückzugsort. Ich lebe mich hier aus, ich fasse meine Worte und Gedanken zusammen, beschäftige mich mit allen Themen rund um die Fragen: Mode, Fashion, Beauty und Dekorative Kosmetik, Travel, Hair & Make-Up. Doch vor allem in der letzten Zeit und auch mit dem Schritt nach München zu gehen, ist mir aufgefallen, dass mir etwas fehlt. Ich liebe diese Arbeit und auch wenn ich mich durch meinen Stil und meine Auswahl an Kleidungsstücken identifiziere, möchte ich mehr Persönlichkeit auf diesem Blog etablieren. Auch mich beschäftigen jeden Tag hundert Gedanken und manchmal sind diese so laut, dass ich sie aufschreiben muss: Eigene Bedürfnisse und Selfcare, die perfekte Vorstellung von Beziehung, Ängste, falsche Entscheidungen, Zukunft und Vergangenheit, Lebensphilosophie und -Krisen, Freunde die bleiben, Freunde die Gehen, Beziehungen der heutigen Gesellschaft, Vorstellungen des eigene Lebens und Meinungen die die Eigene prägen. Von emotionalem Ballast, Akzeptanz und den eigenen Bedürfnissen, bis hin zu Fragen, die meine Umwelt reflektieren wird:

  • Muss ich heiraten um glücklich zu sein?

  • Ist Offline das neue Online?

  • Muss ich Arschlöchern einen Platz in meinem Leben freihalten?

  • Was brauche ich wirklich um glücklich zu sein?

  • Und dann wurden wir auf einmal zu Fremden - wenn Freunde zu Fremden werden.

Von Inspirationen die sich um sich selber und das eigene Glück kreisen, über einen Brief, den ich an mich selber schreibe und mich mit Lebenskrisen auseinandersetze, bis hin zu Kolumnen in denen ich mich Beziehungsfragen und unterschiedlichen Meinungen widme.


Leben wir nicht langsam alle in einer Welt in der die Größe und die Macht der Selbstverwirklichung zu einer Zerreissprobe geworden ist?

Kümmere dich um deine Bedürfnisse und achte mehr darauf, aber gleichzeitig sollen wir noch die Miete zahlen, glücklich und ungezwungen sein, den Haushalt stemmen und 40h arbeiten. Lebensweisen und Entscheidungen die ausserhalb des Rasters getroffen werden, werden immer noch nicht bedingungslos akzeptiert. Auf der einen Seite sollen wir uns finden, aber wenn die Meinung ausserhalb der Comfortzone liegt, wird diese belächelt.


Glaube an dich, du schaffst das.

Es wird besser. Jeden Tag ein bisschen.

Hinter jeder grauen Wolke ist ein Sonnenstrahl.


Und was ist wenn es nicht besser wird, was ist wenn die Tage so dunkel sind, dass wir die Decke über die Nase ziehen müssen und der Winterblues Seele und Körper umzingelt?


Diese ganz persönliche Kategorie soll Raum und Platz zur Diskussion geben. Es sollen aber auch Artikel werden, die zum Nachdenken anregen oder euch einfach Kraft, Mut und Hoffnung geben. Auch anderen geht es ähnlich, auch ich habe einen vollgepackten Rucksack auf meinem Rücken und ja:

Nicht immer ist alles GOLD, was GLÄNZT.

Wöchentlich werde ich mich nun einer Frage widmen und mich auf dieser Platform damit auseinandersetzten. Lehnt euch zurück, fangt den Gedanken auf und teilt mit mir, wie ihr zu der Thematik Bezug findet und lasst euch einen bewussten Moment darauf ein, divers zu denken und der eigenen Meinung eine Auffrischung zu ermöglichen.


"Irgendwo zwischen Chaos und Entscheidungen müssen wir uns finden und hoffen, dass das gut wird. Ich werde keine perfekte Lösung haben, ich werde aber auch nicht den Anspruch daran stellen. Ich biete euch nur eine Möglichkeit, sich weniger allein zu fühlen und anzunehmen, dass es ok ist, wie es ist und das manche Entscheidungen keine Begründung benötigen."