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Der richtige Farbton für deine Foundation



120, 10, 12, 30 oder doch eher Bourbon Vanille? Die Kosmetikindustrie macht es uns gar nicht so einfach und immer wieder sieht man Frauen, bei denen der Make-Up-Farbton nicht mit dem der Haut übereinstimmt. Woran das liegt? Schlechte Beratung, das falsche Produkt, eine ungünstige Marke .. die Liste lässt sich noch unendlich weit fortsetzten. Oft liegt es auch an den unterschiedlichen Lichtverhältnissen innerhalb und außerhalb des Geschäfts. Zusätzlichen arbeiten die unterschiedlichen Marken auch mit den unterschiedlichsten Abstufungen wodurch die Bandbreite des Angebot noch größer und undurchsichtlicher wird. Ich selber kann aus Erfahrung sagen, dass es nicht verwunderlich ist, wenn man den Überblick verliert oder die ersten Versuche ein Fehltritt sind.

Von leicht rosiger Haut, über gelbstichige Nuancen bis hin zu einem schokobraunen Farbton ist der eigene genauso individuell zu bestimmen wie die Struktur der Haut. Es dauert also seine Zeit, bis der richtige Farbton bestimmt ist und man das perfekte Finish gefunden hat.

Abgesehen von der richtigen Farbgebung ist das passende Make-Up auch abhängig von Verträglichkeit, Textur und den Inhaltsstoffen. Manche mögen es lieber cremiger, andere soft und zu guter Letzt gibt es auch noch diejenigen die auf einen sehr langanhaltenden Sitz achten und somit zu dickflüssigen Produkten greifen. Um aber zunächst die richtige Farbe und die perfekt abgestimmte Nuance zu finden, verrate ich euch heute ein paar kleine Tricks und Tipps:


 

Meine Empfehlungen:

 

1. Der Unterton


Die Haut, das größte Organ des Körpers besteht aus mehreren Schichten. Um den perfekten Foundation-Ton zu bestimmen, müssen zunächst die Grundlagen geschaffen werden. Der Hautton kann unterteilt werden in drei verschiedene Kategorien: von hell, über dunkel bis zu einem schönen Mittelton. Natürlich wäre es zu schön, wenn an dieser Stelle Schluss wäre, allerdings lassen sich diese Kategorien in kleinere Cluster unterteilen, in welchen es dann wiederrum noch viele verschiedene Untertöne gibt.

Zunächst sollte der eigene Hautton einer Kategorie zugeordnet werden, damit du dich in diesem Feld dem Unterton widmen kannst.

Unterton? JA genau, das ist der entscheidende Lösungsansatz für die richtige Wahl. Dieser kann von deiner natürlichen Haarfarbe definiert werden. Das bedeutet, wenn du in deiner Naturhaarfarbe einen rot. Bzw. goldene Touch hast, der eine freundliche Wärme zaubert, gehört auch dein Hautunterton der warmen Gruppe an. Wenn du in deiner Haarfarbe allerdings einen eher aschigen Ton aufzeigst, lässt du dich eher in die Gruppe der kühlen Untertöne einordnen. Falls du dich keiner dieser Gruppen zuordnen lassen kannst, dann gehörst du der Gruppe neutral an.


2. Der Name


Ziemlich lange nahm ich an, dass der Name der Farbe eine Auswahl auf der Basis von Ästhetik und Klang ist. Allerdings stellte sich sehr schnell heraus, dass diese Annahme falsch ist, denn auch wenn Bourbon Vanille oder Medium Sand unfassbar schön klingen, haben sie auch eine wichtige Bedeutung. Denn bereits der Name ist eine Orientierung und stellt erste Entscheidungshilfe dar. Ein gelbliches Licht im Geschäft, eine weiße Lampe im Spiegel oder ein heller Lampenring ist eine Annäherung an das Tageslicht, doch stellt vor allem in Hinblick auf unsere Foundation einen erheblichen Unterschied dar. Deswegen passiert es leider oft genug, dass wir am Ende doch das falsche Make-Up kaufen. Um diesem Fauxpas nur einmal gemacht zu haben, kann sich am Namen des Produkts orientiert werden, da dieser einen Aufschluss über den Unterton gibt. Neutral weißt dabei auf neutral hin, cool oder Rose auf einen kühleren Ton und warm bis golden sind dann der entscheidende Hinweis für die rötliche Kategorie.


3. Teste das Produkt


Auf der Handinnenseite oder dem Handrücken? Am Hals oder an der Stirn? Selbst bei der Beratung sind sich die Verkäuferinnen oft nicht einig, doch testen solltest und musst du das Produkt vor dem finalen Kauf. Viele Fachangestellen raten dir, dass Make-Up am Unterarm oder dem Handrücken zu testen, was allerdings total sinnfrei ist, da es die Ergebnisse total verfälschen. Woran das liegt? Die Pigmentierung deiner Haut sind absolut unterschiedlich und somit nicht von den Stellen an Händen und Armen auf die Gesichtspartien zu übertragen. Deswegen sollte das Produkt am Hals oder im Gesicht selber ausprobiert werden, damit die Übergänge schön kaschiert werden, keine Ränder entstehen und die richtige Farbwahl getroffen wird. Manche Foundations haben auch einen „magic Effect“ – sie dunkeln nach. Deswegen ist es vollkommen in Ordnung nicht das erst beste Produkt zu kaufen, sondern verschiedene Anbieter auszuprobieren und sich beim Kauf Zeit zu lassen. Außerdem empfehle ich die Produkte im Tageslicht anzuschauen und somit nicht in stickigen Einkaufszentren ein neues Make-Up zu kaufen. Denn wie bereits erwähnt, spielt das Licht die entscheidendste Rolle.


4. Sommer vs. Winter


Ein gebräunter Teigt und schon haben wir das Problem. Die Sonne lässt unsere Haut nicht nur strahlen, sondern verleiht ihr im Sommer eine natürliche Wärme. Oft ist das im Winter optimal angepasste Make-up dann viel zu hell und lässt die Haut blass und fahl erscheinen. Deswegen empfiehlt es sich, zwei verschiedene Töne zu kaufen, die natürlich von derselben Marke bzw. aus derselben Produktserie sein können. Ein Berater, die beste Freundin oder ein Selfie kann dabei immer eine gute Orientierung sein. Denn eine „hoffentlich“ objektive, offene und unvoreingenommene Meinung ist noch nie ein Fehler gewesen.


5. Die Mischung macht’s


Abgesehen von den Produkten aus der Drogerie bieten unterschiedliche Stores auch individualisierte Beratungen und Angebote an. Darunter ist eins der beliebtesten Konzepte die Hautberatung und die individualisierte Untersuchung der Pigmentierung. Anhand von Daten wird dann ein persönliches Produktangebot und eine eingegrenzte Auswahl angeboten. Das nimmt die Zeit und den Stress in der Drogerie, ist allerdings auch mit verhältnismäßig hohen Kosten verbunden.


6. Just do it


Ein Tipp, um nicht nur die Zeit zu sparen, sondern auch die extra Kosten: du kannst ganz einfach ein Make-Up selber mischen. Dabei solltest du die Sommer und Wintermischung miteinander kombinieren, um somit auch im Frühjahr und Herbst einen hervorragenden Übergang zu schaffen. Besonders für reiselustige und Menschen, deren Farbton sich oft verändert, ist die persönliche Mischung die perfekte Lösung.

Für einen helleren Ton kannst du immer ein bisschen Tagescrem hinzumischen. Entweder nutzt ihr, für die individuelle Kreation, euren Handrücken oder eine kleine Schale, um somit keine Flecken zu bilden.